Was ist ein Wiki? (aus 7/2005)

Januar 31st, 2007

“Wiki” ist kein Ankronym für WeltweitInternationalKostenlosIrgendwas sondern tatsächlich ein Eigenname. „Wiki Wiki“ heißt auf hawaianisch „schnell“.

Wikis werden in der Regel von mehreren Personen gemeinsam genutzt. Ein Wiki ist eine Website, mit speziellen Funktionen. Jeder (auch zufällige) Besucher kann über den Browser ohne HTML- oder sonstige Internetkenntnisse die Inhalte der Webseiten eines Wikis ändern. Jede Einzelseite hat einen Button „Edit“ (in der Regel unten links). Bei Klick wird die Seite im Editiermodus angezeigt. Der Besucher kann dann Worte löschen, Sätze einfügen, Tippfehler korrigieren, Inhalte fortschreiben, etc. Mit Klick auf „Save“ kann er die Änderungen speichern. Wer eine neue Seite einfügen möchte, schreibt im Editiermodus auf eine vorhandene Seite ein sogenanntes KamelWort (in der Mitte ein Großbuchstabe), klickt auf „Save“ und kann feststellen, dass neben dem KamelWort (englisch: CamelCase, wegen der Großbuchstaben, die wie Kamelbuckel hervorstehen) dann ein Fragezeichen mit einem Hyperlink liegt. Bei Klick auf diesen Hyperlink gelangt er auf seine neue leere Seite und kann diese Seite mit Inhalten füllen. Wenn der User das gemacht hat, liegt der Hyperlink auf seine neue Seite auf dem Kamelwort.

Vielleicht sollten Sie das einmal ausprobieren, damit es nicht so abstrakt ist: Gehen Sie zum Bücher-Wiki unter Read the rest of this entry »

Brotkrümelnavigation: Was das Internet mit Hänsel und Gretel zu tun hat

Januar 1st, 2007

Was? Wie? Ja, dachte ich auch.

Ich las einen Artikel der Computerwoche über das neue (kommende) Betriebssystem von Microsoft, “Windows Vista: Die Revolution findet nicht statt”.
http://www.computerwoche.de/produkte_technik/software/581672
Dort heißt es unter anderem: “Beim Datei-Management orientiert sich Microsoft an Konzepten des Web. Dazu zählt eine freie Verschlagwortung ebenso wie die Breadcrumb-Navigation in Ordnern.”
Breadcrumbs sind nach meinen Englischkenntnissen Brotkrümel und die konnte ich beim besten Willen nicht mit Navigation in Verbindung bringen. Ich habe bei Wikipedia nachgesehen und siehe da
http://de.wikipedia.org/wiki/Brotkr%C3%BCmelnavigation
“Der Begriff Brotkrümelnavigation oder englisch Breadcrumb-Navigation bezeichnet Navigationselemente Read the rest of this entry »

Buchrezension: Die Suche. Geschäftsleben und Kultur im Banne von Google & Co.

Januar 1st, 2007

Aus dem Buch habe ich viel gelernt und ich beginne, viele Alltäglichkeiten der Internetnutzung mit anderen Augen zu sehen. Die Titel-Gestaltung von “Die Suche” legt nahe, dass es ein Buch über Google sei. Das stimmt nur bedingt, denn das Buch handelt davon, wie eine Innovation des Unternehmens Google aus der Internetanwendung “Suche” ein Geschäftsmodell gemacht hat.

Was ich mir beim Lesen so gemerkt bzw. notiert habe:

  • Wer eine Suchmaschine betreibt, der weiß, was Nutzer suchen. “Google Zeitgeist”, die Auswertung der Suchanfragen einer bestimmten Periode, zeigt die Interessen der Nutzer. Wer diese Stichworte kennt, kann passende Angebote machen. Der Autor John Battelle schreibt hier von der “Datenbank der Absichten”. Man benutzt übrigens auch im englischen Sprachraum das deutsche Wort “Zeitgeist”. Wenn Sie sehen wollen, was in Deutschland oder ganz woanders Top Ten ist bzw. war: http://www.google.com/intl/de/press/intl-zeitgeist.html
  • Google hatte bis 2001 keinen praktikablen Plan, Gewinne zu erzielen. Read the rest of this entry »

Wissensnetzwerke

Oktober 3rd, 2006

Rezension Lembke, Müller, Schneidewind (Hrsg.): Wissensnetzwerke. Grundlagen – Anwendungsfelder – Praxisberichte

Eine neue Publikation aus dem kleinen Verlag LearnAct! Der Frage folgend, ob Wissens-Themen gerade Trend sind oder tatsächlich von weitgehender Bedeutung, bekam ich hier eine spannende Antwort:

  • 80 % der Börsenkapitalisierung innovativer Unternehmen entfällt auf nichtmaterielle Werte,
  • 80 % des Bruttosozialproduktes entstehen in wissensintensiven Branchen,
  • 80 % der Beschäftigten in der Industrie sind Wissensarbeiter und
  • 80 % der Kosten innovativer Produkte entstehen durch Wissensverarbeitung.

Aber hallo, das Thema WISSEN ist offenbar nicht nur aktuell sondern wirklich wichtig.

In dem Buch kommen zahlreiche Autoren zu Wort, die Beiträge sind teilweise konzeptionell, teilweise aus der Praxis. Die Betrachtungsweise ist überwiegend abstrakt/ wissenschaftlich.

Vielseitige Infos für jeden, der sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte. So richtig festgelesen habe ich mich allerdings nicht.

Rezension Lembke, Müller, Schneidewind (Hrsg.): Wissensnetzwerke. Grundlagen – Anwendungsfelder – Praxisberichte
LernAct! Verlagsgesellschaft mbH 2006, EUR 39,90

openBC. Das Buch

September 25th, 2006

NETZWERKEN LEICHT GEMACHT.

Wer den Open Business Club kennt und aktiv nutzt, findet in dem Buch
nicht viel Neues. www.openBC.com ist nach Selbstauskunft auf der Website
“die weltweit größte offene Business-Networking-Community im Internet”
mit 1,5 Millionen Mitgliedern weltweit. Ich bin seit Ende 2003 Mitglied.
Wenn Sie mehr Kontakte brauchen, können Sie mich ja mal anklicken ;-)

Sie sind noch nicht drin? Dann ist das Buch vielleicht etwas für Sie.
Anfänger bekommen hier nützliche Einstiegshilfen. Vor allem die Interviews mit aktiven Nutzern zeigen, welche Möglichkeiten im aktiven online-Networking liegen. Der geübte Nutzer wird von dem Buch enttäuscht sein, er hat nach und nach alle Knöpfe und Features selbst ausprobiert – Kontakte suchen, einen öffentlichen Termin anlegen, sich über Nachrichten aus einem Forum per E-Mail benachrichtigen lassen – so schwierig ist es nicht, wenn man sich die Plattform in Ruhe anguckt.

Noch ein Hinweis für Einsteiger: Die Mitgliedschaft in www.openBC.com ist grundsätzlich kostenlos, der volle Funktionsumfang der Community steht aber nur Premium-Mitgliedern zur Verfügung. In dem Buch fehlt eine übersichtliche Tabelle, welche Features bei welcher Mitgliedschaft
möglich sind. Ein aus meiner Sicht wesentlicher Unterschied in der
Praxis: Nur Premium-Mitglieder können Personen, mit denen sie bisher
keinen bestätigten Kontakt haben, anschreiben. Da wird vielleicht im
Freiberufler/Projektmarkt ein Dienstleister gesucht: Premium-Mitglieder
schreiben an den Suchenden eine persönliche openBC-Nachricht,
Interessenten mit kostenloser Mitgliedschaft müssen ihr Interesse wohl
oder übel öffentlich im Forum bekannt geben. Für mich war das mal der
Grund, ganz schnell ein Premium-Mitglied zu werden (das geht auch
schnell ;-) Was geht es die Öffentlichkeit an, was ich an potentielle
Kunden schreibe. Die (öffentlichen) Bewerbungen der Kollegen lese ich
zuweilen mit Interesse.

Stephan Lamprecht: openBC. Das Buch. Netzwerken leicht gemacht.
Heise Zeitschriften Verlag 2006, EUR 14,00

OFFICE 2007: Sieht einfach aus, aber braucht man das?

September 25th, 2006

Die Zeitschrift C’t ist schuld. In der Ausgabe 12/06 vom 29. Mai, lag
eine CD mit der Beta-Version des Office 2007 und dem neuen
Betriebssystem “Vista” bei. Die Beschreibung von Vista war mir eher
egal, aber die Bilder und Kommentare zu MS Office, hatten mich doch sehr
neugierig gemacht. Als einfacher Anwender würde ich vermutlich noch mit
Office 97 arbieten, aber als EDV-Trainerin findet sich immer ein Kunde,
der seine Schulung dann eines Tages plötzlich in der neuen Software
haben will.
Teilsymbolleiste
In einem geschützten Bereich meines Laptopos (VM-Player) habe ich
gestern installiert und ausprobiert.
In Word sieht alles alles ganz anders aus. DATEI, BEARBEITEN, ANSICHT
und die Untermenüs dazu sind verschwunden. Statt dessen gibt es ein
sogenanntes Ribbon mit Icons zum Anklicken. Ich habe Screenshots
gemacht:
http://www.brigitte-luedecke.de/newsletter/office2007.htm

Ich glaube, dieses Word ist leichter zu lernen für jemanden, der Read the rest of this entry »

Joscha Remus: Infonautik. Wege durch den Wissensdschungel

August 19th, 2006

Das Buch zu lesen hat mir viel Spaß gemacht. Der Autor ist unter anderem
Wissenschaftsjournalist und pflegt eine außergewöhnlich bildhafte
Sprache. Von “Methoden der Verschlankung des Wissens” die Rede, von der
“Bonsai-Tastatur so mancher Kommunikationsgeräte”, von “Info-Diät”, von
“Wissensvitaminen” und “Spurenelementen”.
Die persönlichen Bezüge sind nach Remus die “Ballaststoffe” und
“Spurenelemente”, die für die “gute Verdauung” der aufgenommenen
Informationen unerlässlich sind.

Während die technische Entwicklung ständig fortschreitet und Werkzeuge
zur Beschaffung und Verwaltung von Informationen immer weiter
verbessert werden, versäumen wir, unsere eigenen Wahrnehmungsmuster und
die eigene Aufmerksamkeit diesen Entwicklungen entsprechend zu schulen.
Diese Lücke möchte der Autor gerne füllen und er bietet eine wirklich
Fülle von Beobachtungen, Erkenntnissen und Maßnahmen.

Interviews z. B. mit namhaften Neurologen, Neurobiologen, einer
Nobelpreisträgerin für Medizin u. a. drehen sich um Themen wie
Gehirntätigkeit, Gedächtnis und Bewusstsein.

Viele gewohnte Begriffe werden neu in Frage gestellt. Ein Journalist
versteht unter einer “Recherche” keineswegs dasselbe wie der
(versierte) Benutzer einer Suchmaschine.

Wer während der Sommerpause die eigene Wissensaufnahme “entschleunigen”
möchte, findet in dem Buch eine wahre Fundgrube an Anregungen und
Material; auch langfristig als Nachschlagewerk und Schmöker sehr
geeignet.

Joscha Remus: Infonautik. Wege durch den Wissensdschungel; GABAL Verlag
2005, EUR 24,90

GOOGLE-PAGES

August 19th, 2006

Soweit ich meine Leser hier kenne, haben die alle eine eigene Website –
selbstgebaut oder vom Dienstleister. Vielleicht könnten Sie aus
irgendeinem Grund eine Zweit-Website gebrauchen: Für Ihre Fotos vom
letzten Urlaub, für eine Nachbarschaftsinitiative, für einen
Sportverein oder wegen einem Hobby. Im Gegensatz zu einer geschäftlichen
Website möchten Sie hier vermutlich keinen Dienstleister bezahlen.
Müssen Sie auch nicht.

Ich habe mich letzte Woche mit Homepage-Generatoren beschäftigt. Meine
Ergebnisse in aller Kürze:
- www.homepage-baukasten.de ist einfach zu bedienen, aber die Adresse,
die Ihre Website am Ende bekommt ist etwas kryptisch. Ich gehe davon
aus, dass http://firmenname.de.tl wegen der merkwürdigen Endung zu
vielen Rückfragen führt.
- Die Anmeldung bei www.homepage.surfino.com wird nur zu normalen
Geschäftszeiten bearbeitet. Macht ja nichts, man kann ja auch mal einen
halben Tag warten. Allerdings habe ich mich am nächsten Tag nach dem
Login nicht zurecht gefunden. Hier würde die eigene Adresse am Ende
http://firmenname.surfino.info lauten.
- Überzeugt hat tatsächlich www.googlepages.com. Wer ein GMail-Konto
hat, kann gleich loslegen und bekommt eine große Auswahl unter vielen
Layouts, die mich durchaus angesprochen haben, um sich
http://firmenname.googlepages.com sofort einzurichten. Der “Firmenname”
wird hier identisch mit der Benutzerkennung des GMail-Kontos.
Das alles kostet nichts. Sie könnten sich mit wenig Umständen und ohne
Kosten in der Nachbarschaft/ im Familienkreis/ im Verein als
“Webmaster” beliebt machen.

GOOGLE GEGEN MICROSOFT: Alles wird anders

August 19th, 2006

Sie haben vielleicht auch schon öfter gehört, dass es (2007) zwischen
Micosoft und google zu einem Machtkampf um Marktanteile kommen soll.
Bisher konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, worin da die Konkurrenz
besteht, weil ich mit den beiden Firmen ganz unterschiedliche Produkte
assoziiere. In den letzten Wochen bekam ich nach und nach Informationen,
die mein Vorstellungsvermögen hier angeregt haben.
Was noch gleich MS Office? Ein Softwarebündel bestehend aus

  • Textverarbeitung
  • Tabellenkalkulation
  • Präsentationssoftware
  • Webseiteneditor
  • Datenbankprogramm
  • E-Mail-Programm mit Kalender, Aufgabenverwaltung, etc
  • Dateiverwaltung und anderen.

Die einzelnen Produkte haben nach und nach auch Suchfunktionen bekommen,
aber nichts, das auch nur annähernd die Leistungsfähigkeit von google
beinhaltet – warum auch, wir haben google schon.

google kennen wir als Suchmaschine für das Internet. Aber in den letzten
Jahren Read the rest of this entry »

Dem Informations-Management kreativ begegnen

Juli 4th, 2006

Wenn Sie des Aufräumens und Strukturierens Ihrer Unterlagen und Daten müde sind, könnten Sie ja mal die Kopfstand-Technik versuchen: Machen Sie ein Brainstorming zu der Frage, was Sie alles unternehmen könnten, um in Zukunft überhaupt nichts mehr wieder zu finden.
Die Übung löst Denkblockaden und setzt Kreativität frei. Beides können Sie anschließend auch weitergehend in die Richtung von direkt positiv wirkenden Maßnahmen leiten;-)